Donnerstag, 22. Juni 2017

[Rezension] "Die Kirschvilla" Hanna Caspian

"Spannender Familiensaga auf zwei Zeitebenen. "

Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt. Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer – und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt.
Hinter Hanna Caspian verbirgt sich eine erfolgreiche deutsche Autorin, die ihr Herz ans Rheinland verloren hat. Ihre Liebesromane behandeln spannende Themen der vergessenen deutschen Geschichte. Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften und Sprachen. Mit ihrem Mann wohnt und arbeitet sie dort, wo auch ihr neuer Roman spielt – in unmittelbarer Nähe zum Rhein.
Nach einer langen Leseflaute habe ich endlich wieder mal ein Buch zu Ende gelesen. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, einmal 2014 in Köln, dort lernen wir Isabell und ihre Großmutter Pauline kennen. Isabell soll ihr Erbe antreten, denn sie hat die Kirschvilla geerbt, in der ihre Großmutter Pauline ihre Kindheit verbracht hat. Und dann erleben wir immer wieder Rückblicke in Paulines Kindheit, über das verschwinden ihrer Schwester, über den tyrannischen Vater und dessen grausigen Erziehungs und Bestrafungsmethoden. Über den Weltkrieg und wie die Familie sich über Wasser gehalten hat.  Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, denn zwischen Isabell und dem Makler Julius funkt es gewaltig.
All das hat Hanna Caspian sehr spannend und mitreißend erzählt, so das der Leser regelrecht in einen Sog gezogen wird.
Das Buch ist spannend erzählt, die Kapitel kurz gehalten so, dass keine Langeweile aufkommt, denn die Kapitel enden mit vielen Cliffhangern, und dann geht es in der anderen Zeit weiter, was mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen.
Ich mochte bis auf Paulines Vater alle Charaktere sehr gerne. Besonders Isabel, die ein wenig von der Norm abweicht, war mir sehr sympathisch. Die Autorin bringt einem die Charaktere sehr gut und realistisch rüber. Man fiebert mit ihnen und schließt einige schnell ins Herz.
Ein wirklich toller und spannender Roman, der auf zwei Zeitebenen handelt und der ein Geheimnis birgt, dem man als Leser Stück für Stück in seinen Bann zieht. Interessante, unvorhersehbare Wendungen machen das Buch sehr spannend. Wer gerne Romane in dieser Richtung liest, ist hier bestens bedient.  Ich vergebe gute fünf von fünf Leseratten und eine absolute Leseempfehlung für Fans dieses Genres.




Bild und  Textmaterial Quelle Amazon und Random House

©Petra Donatz Juni 2017 


1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    kurze Frage, der Roman spielt schon in unserer, heutigen Zeit oder? Nur das Familienproblem liegt in der Vergangenheit ....

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen