Dienstag, 14. März 2017

[Rezension] "Licht über weitem Land" Jane Kirkpatrick

"Ein guter Roman,  der auf einer wahren Begebenheit beruht."

Die wahre Geschichte einer schwarzen Frau und eines weißen Mannes in Amerika um 1850. Die junge Hebamme  ist stark, geschickt und lebensklug. Und eine freigelassene Sklavin. Davey, ein gutmütiger weißer Viehzüchter, gibt ihr Arbeit und bietet ihr damit Schutz. Mit Letitia kommen Licht, Schönheit und Behaglichkeit in sein Haus. Bald kann er sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Aber Letitia ist sich nicht sicher, ob sie Davey liebt. Und die Gesetze verbieten ihnen eine Ehe. Beide hoffen auf eine gemeinsame Zukunft in Freiheit und brechen mit dem großen, gefährlichen Treck nach Westen auf. Ihr Glaube hilft Letitia wie schon so oft, nicht aufzugeben …
Jane Kirkpatrick hat bereits mehr als 25 Romane geschrieben und stand mehrfach auf der New York Times Bestsellerliste. Jane Kirkpatrick lebt mit ihrem Mann in Oregon. Mehr unter: www.jkbooks.com oder Facebook.com/theautorJaneKirkpatrick
Da das Buch auf einer wahren Begebenheit beruht, war es noch mal mehr wert, gelesen zu werden.
Man begleitet die schwarze Letitia, auf ihrem langen, steinigen Weg. Eigentlich hat sie sich freigekauft und könnte auch als freie Frau leben, doch falsch gedacht, sie wird größtenteils weiterhin wie eine Sklavin behandelt. Sie lernt den Farmer Davey kennen, der sie anstellt. Bald wird aus der Zweckgemeinschaft etwas mehr und die beiden heiraten und ziehen mit einem Treck nach Oregon, wo alles besser werden soll. Man begleitet die beiden auf der langen und gefährlichen Reise, die beide noch mehr zusammenschweißt. 

Jane Kirkpatrick bringt dem Leser die Geschehnisse im Amerika des 19. Jahrhunderts nahe. 
Man kann sich sehr gut in Letitia hineinversetzen und leidet wirklich mit ihr. Auch wenn ich manche Stellen etwas langatmig fand, konnte mich die Story in ihren Bann ziehen.
Eigentlich ließ sich das Buch flüssig lesen, doch manches Mal fand ich die Beschreibungen von Personen und Umgebung etwas kurz gehalten. Ich hätte mir mehr Gefühle gewünscht, so war die Geschichte zwar spannend, aber auch sehr nüchtern gehalten.
Obwohl die Beschreibung der Charaktere eher spärlich ausfiel, konnte ich mich in Letitia und Davey gut hinein versetzen. Ich habe mit ihnen gelitten und sie gerne begleitet. Sie waren authentisch und ich denke mal für die Zeit auch gut dargestellt, denn es war ja nicht Friede und Freude, sonder eher Angst und Verzweiflung. Die Autorin hat ihr Augenmerk eher auf die Handlung als auf die Charaktere gelegt.
Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte in meiner Rezension erwähnt habe, hat mir das Buch doch gut gefallen. Die Gewissheit, dass diese Geschichte wirklich so passiert ist, gab dem Ganzen noch mal einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse und das Leid der Protagonisten.
Ich vergebe hier gute 3,5 von 5 Leseratten und eine Leseempfehlung für Leser dieses Genres.



Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Brunnen Verlag

© Petra Donatz März 2017

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